Der Einfluss von Technologie im Einzelhandel auf Mitarbeiter im Verkauf

 
 Zara integriert technologische Innovationen im Flagship-Store in Stratford

Zara integriert technologische Innovationen im Flagship-Store in Stratford

 

Heutzutage wird häufig mit Begriffen wie „Kundenerfahrung“, „Storytelling“ und „Technologie im Einzelhandel“ um sich geworfen.

Egal, wo man hinhört, überall ist die Rede davon, dass künstliche Intelligenz (AI), erweiterte Realität (AR) und virtuelle Realität (VR) in die Ein- und Verkaufsprozesse integriert werden. Hierbei dreht sich alles um die Frage, wie man Kundenerlebnisse verbessert und das Nützliche mit dem Unterhaltsamen verbindet.

Zara, zum Beispiel, hat die Verschmelzung von Online und Offline auf das nächste Level angehoben. Der Flagship-Store in Stratford hat die digitale Innovation auf den Punkt gebracht: Selbstzahlerkassen, sogenannte „smarte Spiegel“ und eine robotergestützte Sammelstelle für online geshoppte Ware.  

Wir sind uns einig, dass es im Einzelhandel von entscheidender Bedeutung ist, das Kundenerlebnis besonders bei physischen Läden ständig zu verbessern. Dennoch darf man nicht darauf vergessen, wer sehr stark zu dieser Erfahrung beiträgt.

Richtig, es sind die Mitarbeiter im Geschäft, die nach außen hin für die Marke stehen. Eine Erfahrung, die im Online-Handel nicht ersetzt werden kann, ist der persönliche Kontakt zwischen Verkäufer und Kunde.

 

Anpassung an die Technologie

In den letzten Jahren ist der Einzelhandel drastische Veränderungen unterlaufen und mit ihm hat sich auch die alltägliche Arbeit des Verkaufspersonals verändert. Der Verkauf von Produkten an Kunden reicht nicht mehr aus. Teil des Einkaufserlebnisses der Kunden zu sein, erfordert heute weit mehr Fähigkeiten als noch vor einigen Jahren.

 

Veränderung der angeforderten Kompetenzen im Verkauf

Laut IES (Institut für Beschäftigungsstudien) wird die Rolle der Verkäufer und Vekäuferinnen am Verkaufsort immer größer und anspruchsvoller. Technologische Entwicklungen, ein hohes Maß an Wettbewerb und die Einführung neuer Arbeitsmethoden sind nur einige der Belastungen, die heute mit diesem Berufsbild einhergehen.

 Wenn Filialen Technologien wie Magic Mirrors in ihren Filialen einsetzen, müssen die Mitarbeiter im Falle technischer Probleme wissen, was zu tun ist.

Wenn Filialen Technologien wie Magic Mirrors in ihren Filialen einsetzen, müssen die Mitarbeiter im Falle technischer Probleme wissen, was zu tun ist.

Es ist wichtig, dass das Verkaufspersonal über zwischenmenschliche und kommunikative Fähigkeiten verfügt und weiß, wie es diese im Umgang mit Kunden richtig einsetzt. Dies trägt wesentlich zum Aufbau und zur Pflege von Kundenbeziehungen zu einer Marke bei.

Weitere vom IES genannte Fähigkeiten sind grundlegende Lese- und Rechenkenntnisse, Computerkenntnisse, Produktkenntnisse, das Übernehmen von Verantwortung und Ergreifen von Initiativen, Geduld, Haushaltsführung und Werbemaßnahmen, um hier nur einige davon zu nennen.

Laut IES vergleichen viele Kunden online gefundene Angebote mit Preisen im Laden, während Sie vor Ort sind. Da Kunden alle Arten von Technologie in den Laden mitbringen, gehören auch Kenntnisse über Geräte, wie Smartphones, iPads und Tabletts, zu den notwendigen Fähigkeiten des Personals.

Digitale Fähigkeiten stehen ohne Frage ganz oben auf der Liste. Darüber hinaus verlangen vier von fünf Stellenausschreibungen in amerikanischen Web, dass die Bewerber mindestens einen Hochschulabschluss haben.

Visual Merchandiserin Lisa van Zeist bei YAYA, sagt „Wenn man in diesen Tagen in einem Modegeschäft arbeitet, muss man eher eine Inspiration für den Kunden sein! Man muss die aktuellen Trends kennen und wissen, was der Kunde will, denn die Mode bleibt nie stehen“.

Valentina Falzoi hat als Vertriebsmitarbeiterin für Rinascente und Primark gearbeitet und war Mentorin für den digitalen Vertrieb bei Burberry. Auch sie schlägt in die gleiche Kerbe: „Der Job erfordert Eigeninitiative, Selbstvertrauen und eine gute Portion an Geduld und Enthusiasmus.“

Außerdem meint sie, dass sich der Job „nicht verändert, sondern im Laufe der Jahre stark verbessert hat“. Die Arbeit mit einem iPad war eine tägliche Aufgabe für Falzoi und sie meint: „Diese neue Technologie ermöglicht es den Mitarbeitern, sich auf die neuesten Trends und Kollektionen einzustellen, um effizienter auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen zu können.“

 

Vor- und Nachteile

Diese laufende Umgestaltung der Tätigkeit eines Einzelhandelmitarbeiters bringt sowohl Vorteile als auch Nachteile mit sich. Man könnte davon ausgehen, dass mit dem steigenden Einsatz von Technologie im Einzelhandel auch die Tätigkeit der Verkaufsmitarbeiter immer interessanter wird.

Ein Nachteil ist die Angst davor, Arbeitsplätze zu verlieren. Das ist im herkömmlichen Ladengeschäft jedoch nicht der Fall, da die Technologie bei weitem nicht ausgereift genug ist, um emotionale Intelligenz und die nötige menschliche Verbindung zu erzeugen.

Traditionell schien die Tätigkeit eines Einzelhandelmitarbeiters wenig wirkliche Fähigkeiten oder Fertigkeiten zu erfordern. Aufgrund dieser weit verbreiteten Annahme kann es für Filialleiter heutzutage sehr schwierig sein, Menschen zu finden, die für die Erfüllung der beruflichen Aufgaben perfekt qualifiziert sind.

Ein Verkaufsmitarbeiter ist nicht mehr „nur“ jemand, der Produkte verkauft. Auch die Berufsbezeichnungen wurden an die heutige Stellenbeschreibung angepasst. Wenn man sich die ausgeschriebenen Stellenangebote für den Einzelhandel ansieht, verwenden viele Unternehmen den Begriff „Markenbotschafter“, der dem entspricht, was Verkaufsmitarbeiter sind.

Die richtige Schulung der Mitarbeiter ist entscheidend für den Erfolg im Handel. Charlotte Tilbury Beauty hat zum Beispiel mit ihren Verkaufsteams auf Managerebene einen Workshop bezüglich Customer Experience ins Leben gerufen. Ziel des Workshops ist es, die Teams in den Filialen im Umgang mit Menschen zu schulen.

iPad, technology retail

Technologie kann einen großen Beitrag zu diesen Schulungstechniken leisten. Anstatt die Technologie als eine Bedrohung für Verkaufsmitarbeiter anzusehen, sollten Führungskräfte die Vorteile der Technik nutzen und in Trainingsprogrammen umsetzen. Alberto - ein Concept Store in Mönchengladbach - schult beispielsweise seine 110 Mitarbeiter mithilfe der sprachgesteuerten Amazon-Technologie „Alexa“.

Die Einbeziehung dieser neuen Technologien sollte für den Einzelhandel oberste Priorität innehaben. Hierbei ist es wichtig, alle Komponenten, die dabei eine Rolle spielen, miteinzubinden. Das Einkaufserlebnis der Kunden zu etwas Besonderem zu machen, sollte mit der Berücksichtigung und Wertschätzung Ihrer Mitarbeiter an der Verkaufsstelle einhergehen.

 

Unsere Softwarelösung ShopShape kann in hohem Maße dazu beitragen, Technologien in Läden vorteilhaft einzusetzen, wenn es um Kommunikationsprozesse geht. Erfahren Sie mehr darüber, wie ShopShape die Kommunikation zwischen Zentrale und Filialen sowie innerhalb der Verkaufsteams erleichtert.


Zijada Mesic, Visual Merchandising, Visual Retailing

About Zijada Mesic

Zijada war schon immer im Fashion-Business involviert. Als Store Manager und Visual Merchandiser in den Diesel stores in Amsterdam, hat sie Richtlinien für die Verkaufsteams kreiert, Trainings für diese durchgeführt und die Storekapazität stets optimiert. Mit ihrer Erfahrung und ihrem Know-how wie ein Store aussehen und sich anfühlen sollte, berät und betreut sie Visual Retailing´s Kunden seit 2014 als Visual Merchandising Expertin.

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