Einsatz von Technologie im Einzelhandel: Bezahlmethoden

 
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Technologie nimmt einen immer größeren Wert im Leben von Konsumenten ein. Es ist nicht mehr genug, deren Erwartungen zu erreichen, sondern diese vielmehr zu übertreffen. In diesem Artikel wollen wir uns auf ein Thema fokussieren, welches zu großen Teilen zum gesamten Shoppingerlebnis beiträgt: Bezahlmethoden.

 

Vermeiden Sie lange Warteschlangen

Wie oft haben Sie schon in einem Geschäft an einer Kasse angestanden? Wie oft waren Sie frustriert, weil es einfach nicht voranzukommen schien? Lange Wartezeiten schrecken viele Kunden ab. 70% der Händler berichten, dass Kunden 5 Minuten oder weniger warten, bevor Sie sich gegen das Kaufen entscheiden und den Laden verlassen. Das wird Sie nicht nur diese eine Mal den Umsatz kosten, sondern auch dazu führen, dass diese Kunden Ihr Geschäft oder Ihr Brand mit negativen Assoziationen in Verbindung bringen und wahrscheinlich nicht mehr bei Ihnen auftauchen werden. Auch zu beachten sei hierbei negative Mundpropaganda.

Sind diese Warteschlangen auch manchmal der Grund dafür, dass Sie einfach lieber online shoppen? Mit einem Klick haben Sie bestellt, was Sie sich ausgesucht haben und das Bezahlen ist auch innerhalb weniger Sekunden geschehen. Aus genau diesem Grund müssen sich konventionelle Geschäfte an die heutige Zeit anpassen.

 

 Viele Experten sehen bargeldloses Bezahlen mit dem Mobiltelefon als das Zahlungsmittel der Zukunft vorher

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Bar oder mit Karte?

Um Frustration und Abwehrhaltung von Kunden im Laden zu vermeiden, ist es sehr wichtig, dass Geschäfte Ihre Warteschlangen und –zeiten verringern. Kunden haben heutzutage ihre ganz eigene Meinung davon, wann und wie sie gerne einkaufen möchten. Zu allererst wäre es an dieser Stelle erwähnenswert, dass immer mehr Kunden ihr Bargeld lieber zu Hause lassen. Vorzugsweise bezahlen Sie lieber mit Karte. ¹

44% von befragten Millennials äußerten, dass Sie das Bargeld lieber ganz weglassen würden und lieber mit ihrem Smartphone bezahlen würden. Zwei von zehn haben im letzten Jahr überhaupt kein Bargeld mehr genutzt.

 

Ermöglichen Sie ein geschmeidiges Einkaufserlebnis

Ein weiterer zu beachtender Punkt ist die Geschmeidigkeit und Schnelligkeit von Einkaufserlebnissen und wie schnell Kunden Ihren Einkauf bezahlen und das Geschäft wieder verlassen können. Technologie kann in diesem Fall sehr zu einem positiven Erlebnis beitragen. Vor allem in Supermärkten werden so genannte Self-Check-Out points immer populärer (wie zum Beispiel gesehen in Albert Heijn in den Niederlanden oder TESCO in UK).

Sie kommen an einen dieser Schalten, scannen Ihre Produkte und legen eins nach dem anderen in Ihre Einkaufstasche. Um die üblichen Schranken zu durchschreiten, halten Sie einfach den ausgedruckten Kassenbon vor den Scanner und schon öffnen sich Ihnen die Türen. Ein ähnlicher Prozess ist ebenfalls in einigen Supermärkten zu beobachten. Halten Sie Ausschau nach Handscannern, mit welchen Kunden durch den Markt streifen.

Die Strategie dahinter? „Scannen während dem Einkaufen!“ Jedes Produkt, welches Sie aus dem Regal nehmen, scannen Sie direkt und legen es in den Einkaufskorb. Am Ende stecken Sie den Scanner wieder zurück in eine Aufladestation und bezahlen einfach und bequem bargeldlos. Kein nerviges „Ware auf das Rollband legen und hektisch wieder einpacken, da schon der nächste Kunde hinter einem nervös wird“ und lästige Warteschlangen sind ebenfalls sehr selten.

Der Einsatz von Technologien um solche automatisierten Prozesse zu ermöglichen, trägt also positiv zum Kundenerlebnis bei. Egal wo man sich im Laden befindet, man kann an verschiedenen Stationen zahlen – das macht das Einkaufen einfach und spaßig. Wenn Sie verschiedene Bezahlungsweisen anbieten, machen Sie heutzutage vor allem Millennials und Generation Z glücklich.

 

Die Kombination von Online und Offline

 Lange Wartezeiten können das Kundenerlebnis negativ beeinflussen.

Lange Wartezeiten können das Kundenerlebnis negativ beeinflussen.

Da Komfort und Zweckmäßigkeit im hohen Maße zu Kundenloyalität beitragen, sollte dies auch bei Bezahlmethoden beachtet werden. Wenn Kunden online shoppen, umgehen Sie lästige Schlangen an der Kasse. Die Entscheidung was man kaufen will, ist schon gefallen, man muss nur noch per Click bezahlen und bestellen. Das ist ein großer Vorteil von Online-Shops gegenüber herkömmlichen Stores, die Gefahr laufen, Umsätze wegen Wartezeiten zu verlieren.

Im Einzelhandel genießt derzeit die sogenannte buy-online-pick-up-in-store Methode (BOPIS) große Aufmerksamkeit. Die Hälfte von US-Shoppern gaben an, von dieser Methode mindestens einmal im vergangenen Jahr Gebrauch gemacht zu haben.

Eine Studie von JDA und YouGov zeigte, dass 28 % der Kunden schon einer dieser Abholstationen im Jahr 2016 genutzt haben. Desweiteren bieten schon 39 % der Händler die Click & Collect Option an oder planen, diese in den nächsten 12 Monaten einzuführen.

 

Der nachhaltige Aspekt

Mit der steigenden Anzahl (und wieder ganz vorne mit dabei die Millennials) der Leute, die sich immer mehr für nachhaltige Themen interessieren und ein Teil davon sein wollen, kann man stark davon ausgehen, dass BOPIS hier ist, um zu bleiben. Ganz einfach online aussuchen, was man haben möchte, Versandkosten sparen und dabei vor allem umweltfreundlich handeln. Denn schließlich ist es schon lange kein Geheimnis mehr, dass die Versandindustrie für 3% der Emissionen von Treibhausgasen verantwortlich ist.

Abschließend bleibt zu sagen, dass Händler Technologie sinnvoll für sich einsetzen sollten und neue Bezahlmethoden einführen, da sich diese sehr positiv auf das Einkaufserlebnis der Kunden auswirkt.

 

¹ Diese und folgende Aussagen in diesem Artikel beziehen sich hauptsächlich auf den US-Markt, wenn nicht anders gekennzeichnet.


 

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