Wie Concept Stores den physischen Einzelhandel retten könnten

 
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Wissen Sie noch, wie besonders man sich gefühlt hat, wenn man auf Reisen Dinge ergattert hat, die es nur in diesem speziellen Land zu kaufen gab? Nun, dies hat sich in den letzten Jahren immens gewandelt. Und zwar nicht nur, wenn es um Leckereien und Delikatessen geht, sondern auch bezüglich Mode, Accessoires und mehr. Wahrscheinlich haben Sie dieses Phänomen schon einige Male selbst wahrgenommen, wenn Sie durch verschiedene Länder und Städte gereist sind. Sobald man die großen Shoppingstraßen betritt, unterscheiden sich diese nicht wirklich von dem, was man von zuhause kennt. Es sind immer die gleichen Ketten und Modehäuser, die sich aneinanderreihen. Fühlt sich nicht wirklich danach an, als würde man was Neues entdecken, oder? Vielleicht ist gerade das der Grund, warum so viele Einzelhändler damit kämpfen, Kunden in ihr Geschäft zu locken und ihre Verkaufszahlen zu steigern.  

Kunden sind gelangweilt, sie wollen etwas Neues erleben. Und zwar nicht nur, wenn sie auf Reisen sind, sondern auch in ihrem gewohnten Alltag, wenn sie mehrmals durch die Geschäfte ihres Heimatorts streifen. Wir haben schon oft gehört, dass Kunden heutzutage nicht mehr shoppen, sondern unterhalten werden wollen. Das haben sie sicherlich auch schon verstanden. An diesem Punkt entsteht die Idee, Concept Stores mehr zu zelebrieren.

 

Was ist ein Concept Store?

Unibox definiert einen Concept Store als einen Ort, an welchem neue Ideen in einem Angebot zusammengestellt werden, welches das Kundenerlebnis bereichern und den Verkauf ankurbeln soll. Das Angebot in solchen Geschäften ist ein bunter Mix aus verschiedenen Produktgruppen. Diese werden sorgfältig und überlegt ausgewählt und obwohl jedes Produkt einzigartig erscheinen soll, passt jedes einzelne zu einem übergreifenden Thema im Store. Egal ob Bücher, Kosmetik, Lebensmittel oder Lifestyle- und Einrichtungselemente verkauft werden – die Kollektion mag zwar vielfältig erscheinen, ist aber dennoch auf eine spezifische Zielgruppe zugeschnitten.

Neben dem Angebot von verschiedenen Produkten, spielt auch das Schaffen eines unvergesslichen Shoppingerlebnisses eine bedeutende Rolle.

So kann es also durchaus vorkommen, dass Sie einen Concept Store betreten, weil Ihnen das dekorierte Sommerkleidchen im Schaufenster gefällt und beim Hereinkommen fällt Ihnen auf, dass zwischen all den Klamotten eine Treppe zu einem hippen Café hinaufführt. Während Sie die Outfits bestaunen, lädt das Geschäft auch dazu ein, eine kleine Kaffeepause zu machen. Concept Stores integrieren alle möglichen Ideen auf Ihren Verkaufsflächen, wie zum Beispiel Cafés, Kunstausstellungen oder sogar Friseursalons. Das Wichtigste ist, dass Concept Stores dazu designed sind, um Kunden zu inspirieren.

 

Die neue Art des Einkaufens

Auch wenn es immer wieder darum geht, wie wichtig es ist, atemberaubende und überraschende Einkaufserlebnisse für die Konsumenten zu schaffen, darf man hierbei nicht in die Bredouille kommen, positive Überraschungen mit Überforderung zu verwechseln. Das pure Einführen von neuen Technologien in Ihre Stores, nur um diese so aufregend wie möglich zu gestalten, ist sicherlich nicht das beste Vorgehen.

Es gibt jetzt schon genug Leute, die Shoppen nicht als ausgesuchtes Hobby, sondern als eine eher mühsame Aktivität betrachten. Viele von Ihnen fühlen sich durch das überwältigende Angebot überfordert und versuchen daher, diese Aktivität so oft es geht zu vermeiden. Hier sollten Einzelhändler ansetzen und versuchen, diesen Stress auszugleichen, indem Sie ihren Kunden ein „Feel-Good“-Gefühl während ihres Einkaufserlebnisses vermitteln. Es ist wichtig einen bedeutenden Faktor zu kennen und zu beachten: Kunden wollen kein „Zeug“ mehr, sie wollen Erinnerungen schaffen.

 

Was gibt es da draußen schon zu entdecken? 

DW Fitness

Unternehmen denken sich mittlerweile alle möglichen neuen Einkaufserfahrungen aus, um in der heutzutage nicht sehr einfachen Einzelhandelslandschaft zu überlegen. Ein schönes Beispiel ist DW Fitness, die sogenanntes “In-Gym”-Marketing eingeführt haben und dafür mit Nike kooperierten. Sie haben 62 Fitnesstudios von der Kette Fitness First übernommen und seitdem damit experimentiert, wie sie Produktverkäufe durch Fitnessgänger steigen können. Sie zeigten sich vor allem durch das Einführen von sogenannten Run Labs und Pop-Up Fitnesskursen in den Stores von einer sehr innovativen Seite. Wenn man darüber nachdenkt, macht es einfach Sinn, davon auszugehen, dass Fitnessgänger die besten Sportprodukte erhalten wollen. Dass diese da vorhanden sind, wo sie sich sportlich aktiv zeigen, macht einfach Sinn und ist für sie eine schnelle und bequeme Art und Weise das zu kaufen, was sie brauchen/wollen.

Ein anderer Concept Store, der es wert ist unter die Lupe genommen zu werden, ist STORY in Manhattan, New York. Dort werden Produkte wie in jedem anderen Geschäft auch verkauft, nur dass STORY alles aus der Sicht eines Magazins betrachtet. Das Sortiment wird alle vier bis acht Wochen komplett geändert, und ist immer anders aber nie unüberlegt. Nach jeder aufgefrischter Designarbeit im Store, erzählen die Einrichtung und die Produkte immer eine gemeinsame Geschichte. Warum Kunden immer wieder gerne dorthin zurückkehren? Weil es jedes Mal etwas anderes zu entdecken gibt, eine andere STORY, der man lauschen und von der man sich inspirieren lassen kann.

Man könnte locker einen gesamten Tag in der Casa Cavia in Buenos Aires verbringen. In diesem Wunderland kommen Restaurants, ein Verlagshaus, ein Bücherladen, ein Florist und eine Parfümerie zusammen. Im großzügigen Garten kann man sich gekühlte Drinks an der Bar genehmigen und mit Freunden auf ergatterte Schnäppchen anstoßen und den nächsten Shoppingtrip planen.  

Restored, Amsterdam

Restored, Amsterdam

Amsterdam ist für seine Innovativität und Kreativität bekannt. Kein Wunder also, dass man immer wieder auf individuelle Concept Stores stößt, wenn man durch die pittoresken Straßen im Stadtteil De Pijp oder durch die 9 Streets schlendert. Immer wieder will man die Kamera rausholen und ein Bild für Instagram schießen. Restored zum Beispiel bietet eine Mischung aus Kleidung, Schmuck, Dekoartikeln  und Büchern an, viele davon tragen das Label “Homemade”. Das Geschäft enthält auch ein Element der Personalisierung, um das Einkaufserlebnis zu erhöhen. Sie können sich dort Ihren eigenen Schmuck zusammenstellen, in Form von verschiedenen Kreationen von Armbändern, Ketten usw. Der Kunde hat somit das Gefühl, etwas Besonderes erhalten zu haben und das ist schließlich einer der Gründe, warum wir es lieben shoppen zu gehen oder?

Abschließend bleibt zu sagen, dass Einzelhändler das Konzept der sogenannten Concept Stores eindeutig erwägen sollten, um möglichst interessante Einkaufserlebnisse für Ihre Kunden zu schaffen. Auf diese Art und Weise ist der physische Handel in der Lage, Kunden (wieder-) zugewinnen und in die Läden zu locken. Im besten Fall gefällt ihnen was sie sehen, und sie werden zu Käufern und zu loyalen Kunden. Klingt gut, oder?

Lassen Sie uns wissen, welche Ihre liebsten Concept Stores sind - einfach das Kommentarfeld weiter unten nutzen! In der Galerie finden Sie einige von unseren.


Wir würden Sie gern wiedersehen!

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Autorin: Madeline Ana Vidak